Grundschule Kohlscheid-Mitte
Grundschule Kohlscheid-Mitte

Förderung bei Dyskalkulie/ Rechenschwäche

Ziel des Mathematikunterrichts muss es sein, Dyskalkulie zu vermeiden: Der Lehrerin muss es innerhalb des ersten Schuljahres gelingen, das Schulkind vom Zählen zum Rechnen zu bringen. Das bedeutet nicht, dass die Finger als Grundlage des dekadischen Zahlsystems nicht verwendet werden dürfen. Vielmehr liegt es an der Professionalität des Unterrichtenden das Zählen vom Rechnen zu unterscheiden (Beim Zählen erkennt das Kind eine Zahl nicht als Beschreibung einer Menge, sondern nur den Platz, den die Zahl innerhalb der Zahlenfolge einnimmt). Innerhalb des ersten Schuljahres müssen Mengenvorstellungen aufgebaut werden; das Kind muss ein inneres Bild von Zerlegung und Zusammenfassung von Mengen entwickeln, um auf dieser Grundlage sicher addieren und subtrahieren zu können. Das setzt tatsächliches Umgehen mit Gegenständen voraus. Durch Hantieren mit Gegenständen können vom Kind Analogien erkannt und beim Rechnen genutzt werden. Jede mathematische Operation muss auf die ihr zugrundliegende Handlung zurückgeführt werden, ehe sie als abstrakte Rechenaufgabe abgerufen werden kann.

Manchmal muss auf pränummerische Aufgabenstellungen zurückgegangen werden: Sortieren, Ordnungskriterien finden und benennen, Vergleichen (mehr / weniger; kürzer / länger; breiter / schmaler; höher / niedriger), Übungen zu räumlichen Beziehungen …

Häufig bereitet das Stellenwertsystem Kindern mit Rechenschwäche Probleme. Dem kann durch tatsächliches Bündeln, etwa jeweils zehn Streichhölzer zu einem Zehner zusammenzufassen, entgegengewirkt werden. Auf diese Weise wird der Stellenwert, nämlich: Ein Zehner entspricht zehn einzelnen Stäbchen. — verinnerlicht werden.

Erst wenn Addition und Subtraktion im Bereich bis 20 sicher beherrscht werden, kann die Übertragung auf größere Zahlbereiche und aufbauende Operationen wie Multiplikation und Division erfolgen.

Wenn Kinder im Lernen an ihre Grenzen stoßen, ist die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Eltern und Lehrerin eine wichtige Grundlage, die Schwierigkeiten gemeinsam zu meistern. Angesagt sind hier vor allem Geduld, Wertschätzung und ehrliche Würdigung der kindlichen Anstrengung und kleiner Erfolge.

Auf der Homepage des Mathematisch-lerntherapeutischen Instituts finden Sie weitere Informationen: http://www.mli-duesseldorf.de/index.html

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