Mathematik

Im Mathematikunterricht unterscheidet man zwischen den inhaltsbezogenen Kompetenzen und den prozessbezogenen Kompetenzen, die ein Kind im Laufe der Grundschulzeit erreicht.

Die inhaltsbezogenenKompetenzen umfassen den Lerninhalt des Faches Mathematik. Dazu zählen die folgenden vier Bereiche:

 

  • Zahlen und Operationen: Zahl- und Mengenvorstellungen erlangen, Rechenstrategien verstehen und entdecken, Kopfrechnen, schriftliche Rechenverfahren etc.
  • Raum und Form: geometrische Formen kennen, Körper erkunden, zeichnen, Raumorientierung etc.
  • Größen und Messen: Größenvorstellungen erlangen, messen, Sachsituationen verstehen etc.
  • Daten, Häufigkeiten und Wahrscheinlichkeiten: Tabellen lesen und erstellen, Ergebnisse schätzen/hervorsagen etc.

 

"Prozessbezogene Kompetenzen werden in der aktiven Auseinandersetzung mit konkreten Lerninhalten, also unter Nutzung inhaltsbezogener Kompetenzen, erworben und weiterentwickelt. Zugleich unterstützen prozessbezogene Kompetenzen den verständigen Erwerb inhaltsbezogener Fertigkeiten und Fähigkeiten. Die prozessbezogenen und die inhaltsbezogenen Kompetenzen sind auf vielfältige Art miteinander verwoben (MSW NRW, Lehrplan Deutsch)".

 

Zu diesen Kompetenzen zählen u.a. das Erkennen von Mustern und Strukturen, das Argumentieren, das Problemlösen, das Modellieren und das Darstellen.

 

Derzeit arbeiten wir in allen Klassen mit dem Lehrwerk Denken und Rechnen.

Geometrie

Im Geometrieunterricht können Kinder, die im Rechnen weniger sicher sind, zeigen, dass sie mathematisch denken können.

Geometrieunterricht in der Grundschule lebt von der Handlungsorientierung, insbesondere bedeutet dies Falten, Legen, Bauen usw.

Im Rahmen der Differenzierung und Individualisierung folgt früher oder später die Übertragung des tatsächlich Erfahrenen auf Papier.

Auch Einführung und Übung des Umgangs mit den geometrischen Werkzeugen sind Bestandteile des Geometrieunterrichts.

Rechenschwäche/ Dyskalkulie

Ziel des Mathematikunterrichts muss es sein, Dyskalkulie zu vermeiden:

Innerhalb des ersten Schuljahres müssen Mengenvorstellungen aufgebaut werden; das Kind muss ein inneres Bild von Zerlegung und Zusammenfassung von Mengen entwickeln, um auf dieser Grundlage sicher addieren und subtrahieren zu können. Das setzt tatsächliches Umgehen mit Gegenständen voraus. Durch Hantieren mit Gegenständen können vom Kind Analogien erkannt und beim Rechnen genutzt werden. Jede mathematische Operation muss auf die ihr zugrundliegende Handlung zurückgeführt werden, ehe sie als abstrakte Rechenaufgabe abgerufen werden kann.

Manchmal muss auf pränummerische Aufgabenstellungen zurückgegangen werden: Sortieren, Ordnungskriterien finden und benennen, Vergleichen (mehr / weniger; kürzer / länger; breiter / schmaler; höher / niedriger), Übungen zu räumlichen Beziehungen …

Häufig bereitet das Stellenwertsystem Kindern mit Rechenschwäche Probleme. Dem kann durch tatsächliches Bündeln, etwa jeweils zehn Streichhölzer zu einem Zehner zusammenzufassen, entgegengewirkt werden. Auf diese Weise wird der Stellenwert, nämlich: Ein Zehner entspricht zehn einzelnen Stäbchen. — verinnerlicht werden.

Erst wenn Addition und Subtraktion im Bereich bis 20 sicher beherrscht werden, kann die Übertragung auf größere Zahlbereiche und aufbauende Operationen wie Multiplikation und Division erfolgen.

Wenn Kinder im Lernen an ihre Grenzen stoßen, ist die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Eltern und Lehrerin eine wichtige Grundlage, die Schwierigkeiten gemeinsam zu meistern. Angesagt sind hier vor allem Geduld, Wertschätzung und ehrliche Würdigung der kindlichen Anstrengung und kleiner Erfolge.

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